Was ist Stress?

Der Stress Mechanismus ist eine natürliche Einrichtung im menschlichen Organismus.

Stress entsteht durch Situationen und Umstände, die vom menschlichen Wahrnehmungssystem als Notfälle interpretiert werden. Wenn wir ein Ereignis als aufregend, einschränkend oder gar bedrohend erleben, schaltet unser Gehirn auf den Arbeitsmodus ALARM . Dadurch wird eine Reihe von Reaktionen in Gang gesetzt, die wir als biologische Stressmaschinerie bezeichnen können.

Im ganzen Organismus kommt es zu tiefgreifenden Veränderungen, die ein einziges Ziel verfolgen: unser Leben zu retten! Ursprünglich besitzt also unser Körper ein hochsensibles Notfallsystem, um das Überleben in Gefahren zu sichern.

Was ist Stress, wie entsteht er, wie kann man mit Stress umgehen?

Was ist Stress, wie entsteht er, wie kann man mit Stress umgehen?

Im Körper entstehen dabei zahlreiche physikalische und chemische Vorgänge. So ändert sich das elektrische Potenzial durch spezielle Nervenimpulse. Die freigesetzten Notfallhormone bewirken eine komplette Umstellung der Körperfunktionen.

Wodurch entsteht Stress?

Wir unterscheiden innere und äußere Faktoren, sogenannte Stressoren, die Stress auslösen. Erziehung, Gene und persönliche Erfahrungen prägen alle subjektiven Wahrnehmungen und führen zu unterschiedlicher Intensität im Stresserleben.

Innere Stressoren

Emotionale Stressoren: Sorgen, Ängste, Schuldgefühle, Wut und Ärger, schlechtes Gewissen, übertriebener Ehrgeiz, extremes Pflichtgefühl.

 Mentale Stressoren: negative Gedanken, einschränkende Glaubenssätze, Mangel an Selbstvertrauen, störende Einbildungen und Fehleinschätzungen

Physische Stressoren: ungesunde Ernährung, zu wenig Erholung, Toxinbelastung, mangelnde Fitness, Rauchen, Medikamente, Alkohol, Drogen, Bewegungsmangel, zu wenig Wasser trinken, sitzende Lebensweise, Übergewicht, zu wenig Aufenthalt in der Natur.

Äußere Stressoren: alle Umweltbelastungen durch Lärm und Umweltgifte, Wetter, Naturkatastrophen, alle psychosozialen Belastungen, familiäre Streitigkeiten, Konflikte, Mobbing, Konkurrenz, Stalking.

Wie reagiert der Körper auf Stress?

Grundsätzlich kennen wir 2 Typen von Stress – Reaktionen.

Typ 1 – Die akute oder schnelle Stress – Reaktion 

Spezifische Gehirnareale wie das Limbische System und der Hirnstamm aktivieren den Sympathicus und die Nebennieren. Der Sympathicus bildet den Teil des Autonomen Nervensystems, welcher vor allem für gesteigerte Aktivität verantwortlich ist. Im Nebennierenmark werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Als Folge entstehen gravierende Veränderungen in den Körperfunktionen:

  • Herzschlag und Blutdruck steigen an.
  • Bronchien werden erweitert.
  • Gefäße im Bauch und in der Haut werden enger.
  • Die Gefäße von Herz und Muskulatur werden weiter.
  • Fettsäuren und Glucose werden mobilisiert.
  • Lactat steigt an.
  • Vermehrte Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn und Nebennierenmark, um auftretende Schmerzen zu dämpfen.

Aus diesen Abläufen erkennen wir deren ursprüngliche Bedeutung.

Bei Gefahr – egal ob real oder vermeintlich – wird der gesamte Körper in einen Zustand versetzt, wo er durch Kampf – oder Fluchtverhalten seine Rettung sicherstellen soll.

Bleibt diese akute Situation, wie zum Beispiel bei einem Dauerkonflikt, länger bestehen, entsteht ein massiver Energieverlust, der unbehandelt zu Erschöpfung führt.

Unternehmen Sie daher wiederholt rechtzeitige Sofortmaßnahmen.

Typ 2 – Die langsame Stressreaktion

Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde bilden die verantwortliche Funktionsachse. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Nebennierenhormon Cortisol. Ein Anstieg dieses lebenswichtigen Stresshormons hat massive Einflüsse auf den gesamten Organismus:

  • Bluthochdruck
  • Schwächung des Immunsystems bei längerer Dauer
  • Negative Auswirkungen auf das gesamte Hormonsystem mit ausgeprägten Störungen von Schilddrüse, Hypophyse und Sexualorganen
  • Blutzuckeranstieg, erhöhtes Risiko für Diabetes
  • Osteoporose
  • Nervenschädigungen im Gehirn, v.a. im Hippocampus, was zu Gedächtnisstörung führen kann
  • Neigung zu Depressionen, Libidoverlust, erektile Dysfunktion
  • Störungen der Eiweißbildung und Verminderung des Wachstumshormons, rasche Alterung

Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus?

Längerer Stress schädigt unsere Gesundheit.

Bevor es dazu kommt, empfehle ich entsprechende Präventivmaßnahmen.

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